80 Prozent der Lehrkräfte in Europa befürchten, dass KI schneller das Klassenzimmer erobert, als Schulen mithalten können

30. September 2026 – Zum Start des neuen Schuljahres in Europa zeigt eine von Epson in Auftrag gegebene Studie, dass 80 Prozent der befragten Lehrkräfte aus mehreren europäischen Ländern befürchten, dass Künstliche Intelligenz (KI) schneller in den Unterricht vordringt, als Schulen damit umgehen können.
Treiber der Entwicklung sind die Schüler:innen selbst: 76 Prozent erwarten, KI beim Lernen nutzen zu können. Von diesen nutzen bereits 87 Prozent mindestens einmal wöchentlich irgendeine Form von KI für die Schule.
Lehrkräfte sind besorgt darüber, wie die Software eingesetzt wird: 68 Prozent stimmen zu, dass die Nutzung von KI durch Schüler:innen bei Schulaufgaben sich negativ auf das Lernen auswirkt. Tatsächlich geben 81 Prozent der Lehrkräfte an, beobachtet zu haben, dass Schüler:innen mitunter glauben, sie müssten nicht mehr richtig schreiben oder grundlegende Mathematik beherrschen, da KI das für sie übernehmen kann. Zudem glauben 72 Prozent der Lehrkräfte, dass Schüler:innen durch KI Noten erhalten könnten, die ihnen eigentlich nicht zustehen. 88 Prozent der Lehrkräfte beobachten außerdem, dass Schüler:innen KI gern als bequeme Abkürzung nutzen – um Aufgaben schnell zu erledigen, ohne selbst kritisch nachzudenken.
Diese Ergebnisse fallen zeitlich mit dem Inkrafttreten des EU AI Act zusammen [i]. Dieser sieht vor, dass Schulen ihr Personal ausreichend in Sachen KI-Kompetenz schulen müssen, um besser mit den eingesetzten KI-Tools besser umgehen zu können [ii].
Vor diesem Hintergrund wünschen sich 82 Prozent der Lehrkräfte gezielte Weiterbildungen zur Beaufsichtigung und Begleitung der KI-Nutzung ihrer Schüler:innen. 78 Prozent erwarten, dass sie besser darin geschult werden, wie sie KI in ihrer eigenen Arbeit einsetzen können
Viele Forscher sind sich einig, dass Schüler:innen gezielt auf eine Welt mit KI vorbereitet werden müssen. Wichtig ist dabei vor allem, rein menschliche Stärken zu fördern – wie Anpassungsfähigkeit, analytisches Denken, Kreativität, kritisches Denken, emotionale Intelligenz, Führungsstärke und Problemlösungskompetenz [iii]. Eine Möglichkeit diese Fähigkeiten zu vermitteln, liegt im Einsatz von immersiven Lernformen, [iv] die unter anderem den Einsatz von Virtual Reality, Augmented Reality und Projektoren umfassen.[v].
Dr. Sarah Henkelmann-Hillebrand, Leiterin des Bereichs Bildung bei Epson Europe, erklärt: „KI entwickelt sich rasant, und Schüler:innen erwarten, sie nutzen zu können. Das bedeutet, dass sie wirksam gesteuert werden muss – mit der richtigen Governance, klaren Richtlinien und entsprechenden Schulungen. Genauso wichtig ist es aber, zu betrachten, wie KI die Lernerfahrung bereichern kann. Indem wir Schüler:innen und Lehrkräfte dabei unterstützen, den gemeinsam in immersiven Lernumgebungen zu gestalten – etwa durch den Einsatz von Projektionstechnologie in Kombination mit KI –, können wir Lernen ansprechender und kollaborativer gestalten und gleichzeitig Schüler:innen dabei helfen, die Fähigkeiten zu entwickeln, die sie für eine von KI geprägte Zukunft brauchen.“
Die Ergebnisse stammen aus der von Epson in Auftrag gegebenen Studie „Educate to Empower 2026“. Weitere Daten werden in den kommenden Monaten veröffentlicht.
Forschungsmethodik
Focaldata befragte im Auftrag von Epson im Juli und August 2026 nach entsprechenden Datenqualitätsprüfungen 3.360 Personen in Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und Polen. Die Studie umfasste vier separate Zielgruppenbefragungen, die unabhängig voneinander online über ein Panel durchgeführt wurden: Lehrkräfte ohne IT-Verantwortung (1.227), Schüler:innen im Alter von 16 bis 18 Jahren (1.219), aktuelle oder kürzlich qualifizierte Lehramtsanwärter:innen (611) sowie IT-Verantwortliche/Technologie-Entscheider:innen an Schulen (303). Die Ergebnisse spiegeln die natürliche Verteilung wider, es wurde keine Gewichtung vorgenommen.
Über Epson Deutschland
Die Epson Deutschland GmbH ist ein führender Anbieter von Druckern, Scannern und Projektoren für Unternehmen, öffentliche Auftraggeber und Privatkunden. Speziell für Handel und Industrie bietet Epson Produkte und Lösungen für den Großformat-, Kassen-, Etiketten- und Ticketdruck. Erweitert wird das Produktportfolio um Robotersysteme für Montage und Handhabung. Die Epson Deutschland GmbH wurde 1979 als Tochter der japanischen SEIKO EPSON CORPORATION gegründet. Das in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) ansässige Unternehmen verantwortet die Vertriebsgebiete Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Die Bildungstechnologielösungen von Epson unterstützen moderne, kollaborative Lernumgebungen mit zuverlässigen Druck- und Projektionslösungen für eine ausgewogene Lehr- und Lernerfahrung. Sie ermöglichen es Lehrkräften, ansprechende Inhalte zu vermitteln, die Arbeitsabläufe im Unterricht zu optimieren und die Betriebskosten zu senken, während gleichzeitig die Lernerfahrung der Schüler durch hochwertige visuelle Darstellungen und benutzerfreundliche Tools verbessert wird.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.epson.de/education
[i] Europäische Kommission, Zeitplan für die Umsetzung des EU-KI-Gesetzes
[ii] ISC Research, Das EU-KI-Gesetz: Was Führungskräfte internationaler Schulen wissen müssen
[iii] University of East London: Absolventen auf Arbeitsplätze vorbereiten, die durch KI erst noch geschaffen werden müssen
[iv] EdTech: Wie immersive Technologien die vier „Cs“ des Lernens fördern
[v] EdTech, Fragen und Antworten: Moderne Projektoren bieten campusweit Möglichkeiten für immersives Lernen


